2020 wird als eines der frühesten Jahre in Erinnerung bleiben, die Burgund je erlebt hat: ein milder Winter, ein sonniger Frühling, ein heißer, trockener Sommer und eine Lese, die im Mâconnais schon Ende August begann. Eine schnelle Saison, aber ohne größere Zwischenfälle — weder strenger Frühjahrsfrost noch nennenswerter Hagel in unseren Sektoren.
Das Paradox 2020
Man hätte schwere Weine befürchten können; nichts dergleichen. Die kühl gebliebenen Nächte und die tiefen Wurzeln der alten Reben bewahrten die Säuren, und die Weißen von 2020 vereinen sonnige Reife und Spannung. In Südburgund brachte der Jahrgang üppige Chardonnays mit kräftiger gelber Frucht hervor, aufrecht gehalten von einem mineralischen Rückgrat.
Wo stehen die 2020er heute?
Die Cuvées auf Village-Niveau treten heute in ihre volle Reife ein. Die lagerfähigen Pouilly-Fuissé, besonders die lange ausgebauten Premiers Crus, verbessern sich weiter: Ihre Fülle verfeinert sich mit den Jahren zu Noten von Trockenfrüchten, Honig und Nussbutter. Wenn Sie welche im Keller haben: keine Eile — aber auch kein Grund zu verzichten.